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Sobiesęki

SobiesekiIm Jahre 1782 forderte der damalige Gutsbesitzer von Sobiesęki und Stok Martin Wągrowski evangelische Kolonisten aus Schlesien auf, sich auf seinen Gütern anzusiedeln. Die „auf Grund der Erektion vom 26.April  1783“ angelegte Kolonie nannte man Marcinów, in späterer Zeit „Sobiesęker Hauland“. Am 25.Oktober 1795 baten die Kolonisten aus dem „Martiner Hauland“ Pastor Sienell in Kalisch, er möchte sie, weil er eben näher wohne, statt des Stawiszyner Pastors betreuen. Sie schrieben: „Da wir uns seid 12 Jahren hier anerbaut haben und noch nie im Stande gewesen sind, uns einen eigenen Pastor halten zu können und seither die Gnade gehabt, dass uns der in Gott ruhende Pastor Callmann von Stawiszyn jährlich dreimal bereiset und das hl. Abendmahl … gereichet“. Das Schreiben unterzeichneten die Wirte:
Jakob Handke
Samuel Keter
Christian Weiß
Johann Traugott
   Der Stawiszyner Pastor administrierte jedoch weiter die dortigen Evangelischen, die sich inzwischen ein Bethaus, dessen Einweihung am 13.April 1796 stattfand, erbaut haben. Als Schulhalter von Sobiesęki wird 1809 Johann Gottlieb Riedel genannt.
   Der Gutsbesitzer Wężyk von Iwanowice verhalf 1808 den dort angesiedelten Kolonisten zum Bau eines kleinen hölzernen Gotteshauses, in der Nähe des Gutshofes, etwa ¼ km hinter dem Städtchen Iwanowice (na górkach; an der jetzigen Kościuszkostr.). Noch im gleichen Jahr beriefen die Iwanowicer  Evangelischen zu ihren Pastor Gottfried Felke, der aber nur bis April 1812 blieb. Er ging nach Adelnau (Diözese Schildberg), wo er am 25.Februar 1819 starb. Im Monat August 1812 kam nach Iwanowice Pastor August Friedrich Haase. Im J.1817 wurde das Bethaus bei Iwanowice durch Blitzschlag vernichtet. Nach mündlicher Überlieferung soll das am Himmelsfahrtstage ds. Jahres, und zwar nach dem Gottesdienst, geschehen sein. In Ermangelung eines Gotteshauses – nach Sobiesęki wollten sie nicht gehören – hielten die Evangelischen von Iwanowice ihre Gottesdienste im Hause des J. Jekel. Sie waren auch bald entschlossen, mit Hilfe des Grundherrn Wężyk eine neue Kirche zu erbauen.
   Indessen verstärkte sich hier der Zustrom neuer Ansiedler. So schloss schon am 2.Januar 1809 Wężyk mit 37 Kolonisten – darunter mit:
Johann Ziegler
Christian Jentsch
Johann Gryczke
Christian Riedel
Bogumil Świderski
Gottlieb Filip
Gottfried Günther
Walenty Tomaszewski
Jan Pietruszka
   einen Vertrag ab, wonach er den Kolonisten 21 Hufen Land zu je 600 Taler für eine Hufe verkaufte. Nach „Punkt 10 der Vereinbarung“ war ein Teil der Ansiedler röm.- kath. Bekenntnisses. Wie sodann aus Punkt 14 der Vereinbarung hervorgeht, versprach Wężyk den Käufern, 3 Morgen Land für die Schule zu bestimmen. Die evangelischen Kolonisten stammten hauptsächlich aus dem Posener Lande und aus Schlesien, teilweise auch aus Preußen. Ihre Herkunftsorte waren:
Ostrów Pozn.,
Jamysła bei Posen,
Ruda und Barbienica bei Zduny;
Liwkowskie Holędry (Odolanowskie),
Holędry Czaśnickie,
Pleszkowskie,
Szratszewskie,
Kożminskie Dąbrowskie,
Glogau,
Groß Kassel,
Herrenkaschitz,
Krasowa,
Niedzibór,
Gieruczyce u.a.
   Schon am 23. Dezember 1816 erklärte sich das Dominium Iwanowice bereit, eine Kirche im Städtchen selbst zu errichten. Dadurch hoffte es, die Evangelischen von Sobiesęki nach Iwanowice eingemeinden können. Denn zwischen diesen beiden Orten, wie auch den gleichnamigen Gütern, bestand ein lokaler Gegensatz betreffs des endgültig zu wählenden Mittelpunktes der Gemeinde. Beide Ortschaften wollten zum Pfarrort ausersehen sein, Iwanowice aber umso mehr, weil es als Marktflecken besser den das Dorf  Sobiesęki dazu geeignet schien. Um die Meinungsverschiedenheiten beizulegen und die Angelegenheit der Gemeindeorganisation zu ordnen, fand am 19. und 20.Oktober 1818 im Gutshof zu Sobiesęki eine wichtige Beratung statt.
Es nahmen an ihr teil:
Superintendent Sienell; Kalisch
Stanislaus Wągrowski; Gutsbesitzer von Sobiesęki
Thomas Miłkowski; Vormund von Kożminski,
Iwanowice, (die Besitzer von Iwanowice waren unmündig)
die Schulzen aus: Stoki, Joanka, Przystajnia, Kakawa
Sobieseki   Auf dieser Zusammenkunft erneuerte Miłkowski das vom Dominium Iwanowice gegebene Versprechen bezüglich des Kirchbaues, erklärte aber zugleich, dass die Evangelischen von Sobiesęki beim beabsichtigten Bau der Kirche in Iwanowice keinerlei Hand- und Spanndienste leisten wollen. Darum forderte er, „Przystajnia und Kakawa solle sich dieser Hilfe nicht entziehen“. Da sie sich aber beide weigerten, so stellte Miłkowski weiter die Frage, ob Przystajnia und Kakawa nach Iwanowice oder Sobiesęki kirchlich einbezogen sein wollten. Als die Vertreter dieser Ortschaften sich für Sobiesęki entschieden, indem sie das damit begründeten, dass das Dominium Sobiesęki „Kirche und Baulichkeiten für den Pastor erbauen wolle“, gab Miłkowski die Schlusserklärung zu Protokoll: „weil Przystajnia und Kakawa beim Bau der Kirche nicht mithelfen wollen, so sieht sich das Dominium Iwanowice gezwungen, von der Errichtung eines Kirchensystems und vom Bau eines Gotteshauses in Iwanowice abzusehen, denn das Dorf Joanka und die Stadt Iwanowice sind allein dazu nicht imstande“. Daraus ist ersichtlich, dass nur die Evangelischen von Joanka und Iwanowice die Kirche in Iwanowice aufgeführt wissen wollten.
   Am 20.Oktober d.J. wurden die Besprechungen fortgeführt. Stanislaus Wągrowski äußerte seine Bereitschaft, dass „in seinen Gütern Sobiesęki erbaute Holzkirchlein zu renovieren, nicht minder ein Pfarrhaus (und sonstige Wirtschaftsgebäude) zu errichten“. Außerdem erklärte Wągrowski. „er bestimme 1 Hufe Ackerland Kulmer Maßes für den Pastor … auch 6 Klafter Brennholz … und 6 Tonnen Bier“. Darauf stellte Sup. Sienell fest, dass unter diesen Umständen Sobiesęki als Mittelpunkt der Gemeinde und Kirche in Frage komme. Er fügte noch hinzu, die Kirche in Sobiesęki sei „von den höheren Landesbehörden am 23.Sep. 1813 bestätigt … der Pastor installiert, aber infolge Abneigung der damals lebenden, jetzt aber verstorbenen Frau (Gutsbesitzersfrau) entfernt worden.
   Daraus ergibt sich, dass in Sobiesęki um diese Zeit gleichfalls ein Pastor, wenn auch kurz, amtierte. Leider nennt Sienell den Namen dieses Pastors nicht.

Zum Schluss der Beratungen nahm man die Wahl des Kirchenkollegiums vor, zu dessen Mitgliedern berufen wurden:
Friedrich Kasenburg
Gottfried Jahn
Gottlieb Rutsch
Johann Gellert
   Die Regierungskommission bestätigte das Projekt der Einrichtung des Kirchensystems in Sobiesęki „als am besten passendes“ am 17.März 1819. Zwei Jahre darauf, am 11.August 1821, verschrieben die Besitzer von Sobiesęki Martin und Andreas Wągrowski der evangelischen Gemeinde Sobiesęki hypothekarisch „die andere halbe Hufe Land … mit dem Vermerk, dass der Kirche die erste halbe Hufe Land zur Nutzung schon angewiesen wurde“.
   Der Gegensatz zwischen Sobiesęki und Iwanowice nahm insofern bald eine unerfreuliche Wendung, als seit 1819 in Sobiesęki Pastor Friedrich Haupt tätig war, während in Iwanowice Pastor August Friedrich Haase amtierte. Dieses Nebeneinanderwirken zweier Pastoren in einer von Evangelischen zahlenmäßig schwach besiedelten Gegend war für das religiöse – kirchliche Leben auf die Dauer unmöglich. Als daher Pastor Haupt Sobiesęki 1822 verließ und das Węgrower Pfarramt antrat, bediente Pastor Haase allein die Gemeinde und übersiedelte noch 1822 nach Sobiesęki (†25.April 1826). Damit hörten die jahrelangen Misshelligkeiten zwischen Sobiesęki und Iwanowice auf.
Sobieseki   Pastor Haases Nachfolger wurde 1827 Pastor Johann Wilhelm August Ostydło. Zu seiner Zeit, am 16.September 1829, visitierte Sup. Modl aus Kalisch die Gemeinde. Am 8:Januar 1834 ist Pastor Ostydło seines Amtes enthoben worden. Da er sich aber trotzdem im Kirchspiel aufhielt, sah sich sogar der Kalischer Gouverneur veranlasst, am 18.Februar d.J. die Gemeinde in einem Schreiben zu mahnen, „sie möge nicht den Einredungen eines Mannes folgen, aus dessen Reden und Handlungen hervorgeht, dass sein Geist sich wahrscheinlich in einem krankhaften Zustande befinde“. Dieses Schreiben verfehlte seine Wirkung nicht. Am 28.Oktober d.J. wählte bereits die Parochie Pastor Theodor Hermes zu ihrem Seelsorger. Während seiner Amtszeit wurden 1838 Kirche und sonstige Baulichkeiten instand gesetzt. Im J.1840 war in Joanka als Kantoratslehrer Friedrich Hintze mit einem Jahresgehalt von 300 Zł. angestellt. 1847 ist diese Schule mit der in Sobiesęki vereinigt gewesen. Doch 1865 erreichten die Wirte von Joanka die Wiedereröffnung ihrer Schule und die Anstellung des Lehrers Johann Gottfried Gust. Bis 1919 behielt Joanka die Kantoratsschule, deren letzter Lehrer Wilhelm Friedrich war. Seitdem besteht hier eine staatliche Elementarschule.
   1847 wohnten in Blaszki 34 evangelische Familien, darunter waren einige reformierten Bekenntnisses. Dem Berufe nach gab es hier 14 Tuchmacher, dann Bäcker, Schlosser, einen Müller. Dem Friedhofsvorstand gehörten hier an:
Karl Augnelius, Friedrich Bubert, Benjamin Ansorge
   1846 waren in Warta 11 evangelische Familien ansässig. Im Schuljahr 1857/58 besuchten die evangelische Schule in Blaszki 36 evangelische und 17 katholische Kinder. Das Lehreramt bekleidete hier damals Gustav Ketterling; 1860 – Samuel Patzer; 1871 – August Raeder. Die evangelische Schule wurde dann aufgelöst.
   Zur Kantoratsschule in Sobiesęki gehörten 1847 die Dörfer:
Sobiesęki, Piegonisko, Pustkowie Piegonisko, Stok, Joanka.

   1857 war hier Lehrer Alfred Jeute, Sohn des Iłower Pastors David Jeute. Im J.1844 ging Pastor Hermes nach Konstantynów, nach Sobiesęki wiederum kam Pastor Gottfried Sigismund Rother aus Petrikau. Nur kurze Zeit war ihm vergönnt, hier zu amtieren, denn schon am 5.März 1847 ist er im Alter von 49 Jahren gestorben. Er soll sich bei Typhuskranken, denen er das hl. Abendmahl gereicht hatte, infiziert haben. 1847 herrschte nämlich in und um Sobiesęki der Typhus. Auch sonst scheint Pastor Rother anfällig gewesen zu sein. 1846 schrieb er, dass er „seit 1813 sehr schwer höre, deshalb die polnische Sprache nicht genugsam lernen, verstehen und hören kann“. Nach seinem Tode administrierte Sobiesęki Pastor Christian Jarnecki aus Prażuchy. Im J.1849 versetzte das Konsistorium Pastor Johann Gottlieb Ehrentraut von Przedecz nach Sobiesęki, wo er nur bis zum 5.August 1855 blieb. Infolge eines schweren Leidens entsagte er dem Amte und begab sich nach Kalisch (hier 1857 gestorben). Zeitweiliger Verweser wurde darauf Pastor Eduard Adolf Fiedler, den die Gemeinde am 21.Dezember n. J. zum Ortspastor wählte. 1859 wurde das Pfarrhaus erweitert, dann 1860 die ziemlich baufällige Kirche renoviert. 1863 bezog man durch Vermittlung der Firma Hermann  & Comp. in Warschau für die Kirche ein Instrument (von der Art eines Harmoniums) für 900 Zł.
   Neben den üblichen Gottesdiensten an Sonn- und Feiertagen wurden in der Sobiesęker Kirche damals auch alle Feste der römisch – katholischen Kirche begangen (im ganzen 10 jährlich). Diese Sitte besteht nicht mehr. Polnische Gottesdienste fanden um 1865 13-mal im Jahr statt. „Im allgemeinen kann zur Ehre der hiesigen Gemeindeglieder gesagt werden, dass mit Ausnahme weniger, die jüngst aus dem Auslande gekommen sind, alle die Landessprache verstehen und gut beherrschen, und sogar ¼ der Gemeinde kennt ausschließlich nur diese.
In den Jahren 1855 – 1865 beabsichtigte man, den Pfarrort Sobiesęki nach dem von hier 6 km entfernten Städtchen Blaszki zu verlegen. Von diesem Projekt wurde jedoch Abstand genommen.   Bis zum J.1865 wirkte Pastor Fiedler in Sobiesęki. Nach seinem Weggang nach Bełchatow verwaltete wiederum Pastor Jarnecki aus Prażuchy die verwaiste Gemeinde. Anfang des J.1867 erhielt Sobiesęki einen Administrator in der Person des Pastors Ottomar Gerth. Er war bemüht, die Angelegenheit des Legats zu ordnen. Denn zwischen dem Besitzer des Dominiums Sobiesęki Kas. Porembiński (1868) sowie seinen Vorgängern und den früheren Pastoren bestanden Meinungsverschiedenheiten betreffs des Legats. Die Pastoren wünschten statt der Naturalien (Holz und Bier) Geld, wozu sich aber das Dominium nicht entschließen wollte. Anderseits stieß die Inbesitznahme der zweiten halben Hufe Land auf große Schwierigkeiten. Pastor Gerth war wohl bestrebt, der Gemeinde zu ihrem Recht zu verhelfen, doch ist ihm das nicht gelungen. Es hat den Anschein, als ob das Legat vom 11. August 1821 teilweise (nur zu Pastor Haases zeit) oder gar nicht wirksam geworden wäre. Der Gemeinde verblieben zuletzt nur noch 15 Morgen Pfarrland, von denen 10 Morgen nutzbar sind, und 7,5 Morgen Kantorland.
   Die schwerste Zeit brach jetzt für die Gemeinde an. 10 Jahre hatte sie keinen eigenen Seelsorger. Darunter litt das religiöse Leben. Nur einmal im Monat wurde sie von auswärtigen Pastoren, so von Haberkant aus Kalisch, Jarnecki aus Prażuchy und hernach Schultz / Prażuchy, bedient. Die Kirche – 32 Ellen lang, 19 breit und 7 hoch – und das Pastorat – 24 Ellen lang, 12 breit und 4 hoch – waren 1880 derart baufällig, dass sie versiegelt werden mussten. Nur das Kantorhaus, das als Wohnung für den Kantor und als Schullokal diente, war in einem verhältnismäßig guten Zustande. Um die Gemeinde vor der ihr drohenden Auflösung zu retten und neu zu ordnen, bewog sie Pastor Schultz aus Prażuchy, eine neue Kirche und ein neues Pfarrhaus zu bauen. Am 8.August 1880 beschloss zunächst die Gemeinde einen Baufonds zu schaffen. Sodann fasste sie am 29.Juni 1881 gleichfalls unter Pastor Schultzes Leitung, nachstehende wichtige Beschlüsse:

1. Bau der Kirche und des Pfarrhauses
2. Besteuerung der Eingepfarrten mit je 3 Rub. vom Morgen, zahlbar in 3 Raten
3. Wahl des Baukomitees, dessen Mitglieder waren: Ludwig Milke, Rudolf Neugebauer, Johann Lindner, Benjamin Jehn, Wilhelm Hahm
4. Erhöhung des Pfarrgehaltes von 300 auf 450 Rub. jährlich
5. Erhöhung der Gebühren für Amtshandlungen.
   Um selbst mit gutem Beispiel voranzugehen, verzichtete Pastor Schultz auf alle Einnahmen von der Verwaltung der Sobiesęki Gemeinde. Er veranlasste auch Pastor Kaspar Mikulski, die Betreuung von Sobiesęki zu übernehmen, was auch am 1.Oktober 1881 geschah. Pastor Mikulski ging eifrig ans Werk. Das alte Gotteshaus sowie der Glockenturm wurden abgetragen. 1882 errichtet er das Pfarrhaus und begann auch den Bau der Kirche, die 1884 vollendet wurde.
Sobieseki   Bereits am 29.September 1883 hielten den ersten feierlichen Gottesdienst in der neuen Kirche Pastor Schultz / Prażuchy und der Ortspastor. Die Baukosten der Kirche und des Pfarrhauses beliefen sich insgesamt auf 25 465 Rub. 19 Kop., während der vom Kreisbaumeister Zdzienicki aufgestellte Kostenanschlag nur die Summe von 16 069 Rub. 16 Kop. vorsah. Infolgedessen beschloss die Parochialversammlung vom 13.Juli 1884, zur Deckung der Restschuld noch eine 4. Baurate zu zahlen. Das Konsistorium gewährte aus dem Baufonds eine Unterstützung von 4000 Rub. Durch den Kirch- und Pfarrhausbau hat sich Pastor Mikulski um Sobiesęki verdient gemacht.
   Es sei noch ergänzt, dass er Anfang d.J.1883 das Gemeindearchiv geordnet hat. Nach kurzem (1881 – 1884), aber segensreichen Wirken verließ Pastor Mikulski Sobiesęki, worauf dann die Pastoren Adolf Karl Schroeter und Hermann Knothe nacheinander das Pfarramt antraten. Auf Anregung des letzten kaufte das Kirchspiel von der Lodzer St. Trinitatisgemeinde eine gebrauchte Orgel für 1000 Rub.
   Von August 1895 bis Juni 1900 bereiste die Gemeinde von Prażuchy aus Pastor Krempin, den dann Ortspastor Sigismund Loppe (bis Dezember 1903) ablöste. Am 27.September 1908 beging das Kirchspiel sein 100-jähriges Jubiläum. Es erschienen die Pastoren: Wende / Kalisch; Gerhardt / Prażuchy und Mikulski / Łomża.
   Obgleich seit der Erbauung des neuen Gotteshauses zwei Jahrzehnte vergingen, so fehlte doch noch fast die ganze Inneneinrichtung, vor allem Altar und Kanzel. Zur Zeit der Administration Pastor Wendes (1903 – 1909) konnte das Notwendigste angeschafft werden.
   Seit dem 14.April 1909 hatte die Leitung der Gemeinde Pastor Ferdinand Mergel inne. Während des Weltkrieges verschleppten Russen die evangelischen Gemeindeglieder:
Ernst Schlösser Guts- und Forstbesitzer;
Drzeziny
Paul Schulz, Müller; Żelisław
Paul Schulz, Sohn des oben genannten Robert
Jehn, Gastwirt; Iwanowice
Eduard Jehn, Landwirt, Iwanowice
Karl Dehmel, Landwirt; Iwanowice
   Pastor Mergel musste infolge abnehmenden Sehvermögens das Pfarramt 1923 aufgeben und sich in den Ruhestand zurückziehen (Zgierz). Am 15.Oktober d.J. wurde Pastor Jakob Gerhardt aus Latowice vom Konsistorium zum ständigen Administrator ernannt. Er gründete in Sobiesęki einen Jugendbund, erteilte Religionsunterricht in den Volksschulen und wollte sogar die freie zweite Lehrerstelle in Sobiesęki übernehmen.
   Von klerikalkatholicher Seite verhinderte man jedoch die Ausführung dieser Absicht. In der zweiten Hälfte des J.1934 trat Pastor Gerhardt das Bełchatower Pfarramt an. In Sobiesęki folgte ihm Pastor Paul Sikora, der bis 1927 das Kirchspiel verwaltete. Seit 1930 ist in der Gemeinde, nach vorheriger Administration durch Pastor Wende aus Kalisch, Pastor Viktor Maczewski tätig. Am 29.September 1933 feierte die Gemeinde das 50-jährige Bestehen der Kirche, die aus diesem Anlass neu gemalt wurde. Auch zwei Glocken bezog man von der Firma Schwabe in Biała. Am 1.November d.J. wurde die Kapelle in Przystajnia und Kakawa, die bis 18 km von der Kirche entfernt wohnen, beschlossen, ein Bethaus in Przystajnia zu erbauen. Da sie das aber aus eigener Kraft nicht tun konnten, so wandte sich der Ortspastor mit einem Aufruf zur brüderlichen Hilfeleistung an alle Gemeinden unserer Kirche. Bis Mai 1927 flossen aus 21 Gemeinden Spenden im Gesamtbetrage von 1331 ZłD. 45Gr. ein. Der Kapellenbau wurde darauf begonnen und nach Überwindung mannigfacher Schwierigkeiten vollendet. Die Gemeindeglieder in Przystajnia und Kakawa sind Nachkommen der gleichzeitig mit den deutschen Kolonisten aus Schlesien eingewanderten evangelischen Polen, die treu am evangelischen Glauben festhalten.

 

Sobieseki 

Statistik

 

Gründungsjahr:
Iwanowice: 1808
Seelenzahl 1934: 1700

Kirchensprache:
Polnisch: 1-mal monatlich in Sobiesęki und 1 mal in Przystajnia
Deutsch: 2-mal Predigtgottesdienst in Sobiesęki und
1-mal im Monat Lesegottesdienst

 

Pastoren zu Iwanowice:

Gottfried Felke, 1808 – 1812
Pfarrer in Iwanowice bei Sobiesęki 1808 – 1812 und in Adelnau, Diözese Schildberg, 1812 – 1819. Gestorben am 25.Februar 1819.

August Friedrich Haase, 1812 – 1822
Pfarrer in Iwanowice bei Sobiesęki 1812 – 1822 und dann in Sobiesęki 1822 – 1826. Gestorben am 25.April 1826 und auf dem evangelischen Friedhof zu Sobiesęki beerdigt. 

 

Pastoren zu Sobiesęki:

Friedrich Haupt Christoph, 1819 – 1822 Pfarrer in Sobiesęki 1819 – 1822, in Wengrów 1822 – 1825, in Białystok 1826 – 1838.

August Friedrich Haase, 1822 – 1826 (†)
Pfarrer in Iwanowice bei Sobiesęki 1812 – 1822 und dann in Sobiesęki 1822 – 1826. Gestorben am 25.April 1826 und auf dem evangelischen Friedhof zu Sobiesęki beerdigt.

Johann Wilhelm August Ostydło, 1827 – 1834
Pfarrer in Sobiesęki 1827 – 1834. Am 8.Januar 1834 enthob ihn das Warschauer Generalkonsistorium seines Amtes. Trotzdem versuchte er, in der Gemeinde zu bleiben, was zu Missverständnissen und Unzuträglichkeiten führte. Um die Parochie zu beruhigen und sie von Pfarrer Ostydło zu trennen, richtete an sie am 18.Februar 1834 der Kalischer Gouverneur ein Schreiben, in welchem er sie mahnte, „sie möge den Einredungen eines Mannes nicht folgen, aus dessen Reden und Handlungen hervorgeht, dass sich sein Geist wahrscheinlich in einem krankhaften Zustande befindet“. Durch dieses Schreiben, vor allem aber durch die Berufung eines neuen Pfarrers normalisierte sich wieder das Leben in der Gemeinde. Alle Anzeichen sprechen dafür, dass Ostydło geistesgestört war.

Theodor Traugott Timotheus Hermes, 1835 – 1844
Pfarrer in Sobiesęki 1835 – 1844, in Konstantynów 1844 – 1874. Gestorben 1874. „… Einer von den wenigen gläubigen Pastoren … Er machte sich verdient um die Kirche …“ Hermes gehörte zu den Pfarrern, die in der Öffentlichkeit gegen die rationalistischen Kanzelpredigten des Gen.- Sup. Ludwig Stellung nahmen. Anlässlich der Einweihung ihrer Kirche am 22.Juni 1853 erhielt die evang. Gemeinde zu Łęczyca von Pastor Hermes ein prachtvolles Geschenk: ein Exemplar der berühmten Radziwill Bibel aus dem Jahre 1563. Johann Gottfried Sigismund Rother, 1844 – 1847 (†) Pfarrer in Konstantynów 1826 – 1838, in Petrikau Tryp. 1838 – 1844, in Sobiesęki 1844 – 1847, wo er am 5.März 1847, mutmaßlich von einem Typhuskranken infiziert, im Alter von 49 starb.

Johann Gottlieb Ehrentaut, 1849 – 1855
Aus Prydlantz, Tschech-Slowakei, gebürtig; Pfarrer in Przedecz 1832 – 1848, in Sobiesęki 1849 – 1855. Krankheitshalber 1855 ausgeschieden. Nach zweijährigem schweren Leiden (1855 bis 1857) in Kalisch verstorben.

Eduard Adolf Fiedler, 1855 – 1865
Geboren in Zambrów, Gouv. Siedlce, am 25.Februar 1829 als Sohn des Gutsbesitzers Johann Georg Fiedler und Karoline, geb. Bernhard; stud. theol. in Dorpat 1850 – 1854 und ordiniert am 16.Juli 1854. Vikar in Płock 1854 – 1855, Adm. in Sobiesęki 1855 – 1865, Pfarrer in Bełchatow 1865 – 1903. Gestorben am 1.April 1903 und beerdigt am darauffolgenden Tag. Verheiratet mit Elisabeth Susanne, geb. Rauh (†1896), Tochter des Pfarrers August Rauh, Alexandrow. Eine Tochter von Pfarrer Fiedler war mit einem Gutsbesitzer aus der Gegend von Petrikau Tryp. (Netzel) verheiratet. Die Tochter Wanda verh. mit Eduard Moderow (gest. 1914 in Dresden).

Ottomar Gerth, 1867 – 1871
Geboren in Posen am 12. März 1823; stud. theol. und camer. In Dorpat 1844 – 1848. Nach seiner Ordination Vikar beim Sup. in Płock und darauf beim Sup. in Kalisch. Adm. in Przedecz 1852 bis 857, dann Vikar an St. Trinitatis in Lodz. Pfarrer in Władysławów 1862 – 1867 und Adm. in Sobiesęki 1867 – 1871. Im Jahre 1871 vom Konsistorium seines Amtes enthoben, war er in Petrikau Tryp. Als Erzieher beschäftigt, wo er 1879 starb. Gerth verehelichte sich in Władysławów mit einem in keinem guten Rufe stehenden Mädchen. Seine beiden Töchter lebten vor 1939 in Lodz.

Kaspar Mikulski, 1881 – 1884
In Porąbka Uszewaska, Kleinpolen, am 1.Januar 1840 geboren; polnischer Herkunft und Nationalität. 1866 empfing er die geistliche Weihe und trat in ein Bernhardinerkloster ein. Er beabsichtigte, ein Heim für arme und elternlose Schüler zu gründen und sammelte als Klosterbruder Spenden für diesen Zweck. Dabei kam er in Krakau mit Angerstein in Berührung, der ihn stark beeindruckte. Am 17.Mai 1875 trat er in Schwarzwald im Posener Lande, wo Pfarrer Angerstein damals amtierte, zur evang. Kirche über.. Stud. theol. in Dorpat 1879 – 1881 und ordin. am 27.März 1881. Darauf stellv. Diakonus in Warschau, Adm. in Sobiesęki 1881 – 1884 und Pfarrer in Łomża 1884 – 1930. Jahrzehntelang verwaltete er auch Paproć Duża. 1930 i.R. Über seine Beziehung zu  Joseph Piłsudski schreibe ich an einer anderen Stelle. Mikulski war eine schlichte, patriarchalische und ehrwürdige Persönlichkeit. Verheiratet 3 Söhne und 3 Töchter. Gestorben am 24.September 1935.

Adolf Karl Schroeter, 1884 – 1893
In Kalisch am 10.April 1857 als Sohn des Elementarlehrers Ernst Schroeter geboren; stud. theol. in Dorpat 1877 – 1883 und ordin. am 20.Mai 1883. Adm. In Sobiesęki 1884 – 1887, in Prażuchy 1887 – 1893 und Pfarrer in Turek 1893 – 1904. Darauf Wochenprediger und Religionslehrer in Warschau 1905 – 1914. Während des Ersten Weltkrieges nach Russland verschlagen, wo er in Moskau Direktor des polnischen Gymnasiums wurde. Gestorben dort am 3.Juni 1916. Seine irdischen Überreste brachte man nach dem Ersten Weltkrieg nach Warschau und bestattete sie am 4.Juni 1928 auf dem evangelischen Friedhof. Um die Überführung bemühte sich sehr aktiv Pfarrer Georg Kahanę, ein Schüler des Dahingeschiedenen.

Gustav Hermann Knothe, 1893 – 1895
Geboren am 29.April 1850 in Tomaschow Naz; stud. theol. in Dorpat und ordin. am 31.Mai 1891. Vikar in Tomaschow und an St. Johannis Lodz 1891 – 1893, Adm. in Sobiesęki 1893 – 1895, in Wengrów 1895 – 1904, Adjunkt in Tomaschow 1904 – 1912 und hier Diakonus 1912 – 1916. Gest. am 27.Oktober 1916. ledig

Sigismund Loppe, 1900 – 1903
Geboren in Iłow am 24.Februar 1872 als Sohn des Gustav Loppe und Ottilie Luise, geb. Lerch; stud. theol. in Dorpat und ordin. am 21.Mai 1899. Vikar in Kamień Cholm 1899 – 1900, Pfarrer in Sobiesęki 1900 – 1903, in Neudorf am Bug 1904 – 1911 und in Łusk 1911 – 1914. „Durch sein freundliches Wesen war er in der Gemeinde beliebt“. Nach der Vertreibung der deutschen Kolonisten wurde er eine Zeitlang als Geisel eingekerkert. Nach seiner Freilassung hielt er sich in den Kriegsjahren teils bei den evang. Polen in Wolhynien, teils in Neudorf am Bug auf. Er bediente auch die reformierte Gemeinde in Boratyn bei Łusk. 1917 – 1918 in Cholm und dann 1918 – 1919 in Łusk. Unter den deutschen Rückwanderern aus Russland, die im Łasker Konfirmandensaal untergebracht waren, brach Typhus aus. „Dies hielt ihn nicht zurück, den Kranken Hilfe und Trost bringen“. Dabei infizierte er sich selbst und starb am Karfreitag, dem 18.April 1919. Seine Ehefrau, Sophie Alide Marie, geb. Wickberg, ging ihm vier Monate zuvor in die Ewigkeit voran. Die 5 hinterbliebenen Kinder, 2 Söhne und 3 Töchter, nahm Pfarrer Siegfried Loppe, Suwałki, zuletzt in Wilna, der jüngere Bruder des Pfarrers Siegmund Loppe, zu sich. Sie hießen: Hedwig, Irene (verh.), Elisabeth (verh.), Siegmund und Leonhard.

Ferdinand Mergel, 1909 – 1923
In Proboszczewice bei Zgierz 1877 geboren; stud. theol. in Dorpat und ordin. am 13.November 1904. Vikar in Alexandrow und Zduńska Wola, Pfarrer in Sobiesęki 1909 – 1923. Seit 1923 i.R. in Zgierz wegen eines Augenleidens, aushilfsweise auch als Lehrer an der Evangelistenschule und in der Gemeinde tätig. 1946 im Westen Deutschlands. Gest. am 30.Januar 1954 in Stadtoldendorf, Kr. Holzminden. Verh. mit Wanda, geb. Bahr. Kinder: Siegfried und Kurt Alexander (Pfarrer).

Jakob Gerhardt, 1923 – 1924
In Unterbach Podrzece, Krs. Nausandez, am 26.Juli 1889 als Sohn des Bauern Georg Gerhardt und Elisabeth, geb. Bayer, geboren, studierte er Theologie in Wien und Leipzig 1911 – 1914. Darauf Vikar in Schildberg, Adelnau, Gnesen, Jarotschin und Krone an der Brahe; ordin. am 2.März 1919 in Posen. Pfarrer in Latowice 1919 – 1923, in Sobiesęki 1923 – 1924, in Bełchatow 1924 – 1941 und in Orlowo/Tesch. 1941 – 1945. In Haft im Gefängnis zu Petrikau Tryp. 1938 – 1939 (seit 27.Juni 1938) wegen angeblicher Devisenvergehen. Bei einem Überfall polnischer Partisanen auf das evang. Pfarrhaus in Orlowo verlor er das rechte Auge. 1946 Pfarrer in Treuenbrietzen und Rudolstadt, dann bis 1948 Pfarrer in der altlutherischen Gemeinde zu Weißenfels. 1948 – 1952 i.R. in Epe/Westf.. 1952 nach Amerika ausgewandert, wo er eine deutsch-polnische evangelische Gemeinde in New York betreute. Nach Zuerkennung des Ruhegehalts 1954 wieder nach Deutschland (Gronau/Westf.) zurückgekehrt. Verheiratet seit 1927 mit Maria Magdalena, geb. Mickler, aus Tomaschew Maz. Kinder: Johann Georg und Harald Albert. Pfarrer Jakob Gerhardt starb in Gronau am 23.April 1966.

SikoraPaul Sikora, 1924 – 1927
In Ustroń Hermanitz am 29.Juni 1889 als Sohn des Bauern Adam Sikora und Marianne, geb. Blaszczyk, geboren; stud. theol. in Wien, Berlin und Halle. Personalvikar bei Pfarrer Georg Faust in Dornfeld 1911 – 1913, darauf Katechet in der Lehrerbildungsanstalt in Boberek bei Teschen und ordin. am 8.August 1915. Schlesischer Hilfs- und Reiseprediger mit dem Amtssitz im Oderberger Bahnhof. Im Ersten Weltkrieg zum österreichischen Wehrdienst einberufen und in italienische Gefangenschaft geraten. Pfarrer in Sobiesęki 1924 – 1927, in Równe, Wolh. 1927 bis 1939. In Wisła 1940/41, wo er von den Nationalsozialisten abgesetzt wurde. 1941 kurz Pfarrer in Gombin und dann 1941 bis 1945 in Iłow. 1945 – 1947 im polnischen Gefängnis. Nach seiner Entlassung auf Grund einer Anzeige falscher Brüder von den polnischen Behörden wieder verhaftet und von 1948 – 1953 eingekerkert. 1954 – 1957 betreute er von Belgrad aus die in Ostpommern zurückgebliebenen Restdeutschen. Die schweren Erlebnisse und die jahrelange harte Haft zermürbten seine  Kräfte. Gestorben am 28.März 1957 in Ustroń und dort beerdigt. Unverheiratet.

Viktor Maczewski, seit 1930
In Lodz am 7.August 1905 als Sohn des kaufmännischen Angestellten Oswald Maczewski und Mathilde, geb. Lehmann, geboren; stud. theol. in Leipzig, Tübingen, Erlangen und Warschau. Ordin. am 5.Oktober 1930 und Vikar in Kalisch mit dem Sitz in Sobiesęki. Pfarrer in Sobiesęki 1931 – 1939, Pfarrer und Sup. in Kalisch 1939 – 1945. Nach 1945 amtierte er: in Neunkirchen, Südtondern, 1945 – 1949, in Bad Oldesloe 1949 – 1962, in Pinneberg an der Christuskirche seit 1962. verheiratet mit Maria, geb. Wicke. Kinder: Ursula (verh.), Christoph (Pfarrer), Johannes (Studienreferendar), Winfried (Musikstudent) und Reinhard.

 

Kantoren zu Iwanowice:
1812: Daniel Richter
1815: Daniel Friedrich Hintze, geb. in Werder/Preußen „diente bei der Kirche in Iwanowice 8 Jahre, in Sobiesęki 17 Jahre, zus. 25 Jahre“

Kantoren zu Sobiesęki:
1822 - 1840 Daniel Friedrich Hintze
1841 - ....... Friedrich Warkus
1845 - ....... Johann Moderau
1847 - ....... Julius Friedrich Buchwitz
1857 - ....... Alfred Jeute
1858 - ....... Wilhelm Schindler
1859 - ....... Christoph Jess
1870 - ....... Ernst Herbst
1881 - ....... Ernst Gerber
1893 - ....... Rudolf Fibich
1902 - 1921 Artur Lüdtke
1921 - 1924 Johann Kutzner
1924 - ....... Adolf Teßmann  Küster
1924 - ....... Eduard Schultz, Landwirt
1860 - ....... Johann Malersch

Kirchenkollegien:
1812: Johann Gottfried Richter
1836: Friedrich Kasenburg, Martin Richter, Johann Gohl, Johann Lindner, Rüdiger, Gottlieb Rutsch
1855: Ludwig Weigt, Johann Halbert, Johann Berndt, Matthias Hahn
1872: Ludwig Milke, Wilhelm Herzog, Gottlieb Gohl, Gottlieb Fichtner
1927: Ernst Schlösser, Gottlieb Günther, Julius Friedrich, Joseph Nowak, Martin Paduch, Eduard Hoffmann

Kirchen:
Kirche: Sobiesęki
Kapelle: Przystajnia

Kantorate:
keine

Friedhöfe:
Sobiesęki, Joanka, Iwanowice, Błaszki, Przystajnia, Kakawa

Schulen mit deutscher Unterrichtssprache:
1934:
Sobiesęki: etwa 96 Kinder
Joanka: etwa 60 Kinder

Schulen mit polnischer Unterichtssprache:
1934:
Kakawa: 1-kl. gem. Schule, 28 ev. Kinder
Iwanowice: 7-kl. Schule, 15 ev. Kinder

Evangelischer Religionsunterricht:
Sobiesęki: Lehrer, der Ortspfarrer
Joanka: Lehrer, der Ortspfarrer
Przystajnia: Lehrer Philipp
Kakawa: Lehrer Philipp

Kindergottesdienst:
Sobiesęki: etwa 40 Kinder

Vereine der Gemeinde:
Gesangchöre: keine
Mädchenstunde: Sobiesęki
Posaunisten: Sobiesęki, (kein Chor)

Konvertiten:
1931 – 1934: 4; darunter ein ehem. kath.

Geistlicher  Sekten:
Joanka  etwa 7 – baptistische Familien, (25 Glieder), eine Kapelle; der Baptismus reicht hier in das Jahr 1872 zurück.

Kontribuenten:
1933: 327

 

Wirtschaftliches:

Höhe des Etats 1933: 4765 Zł. (ohne Stolgebühren)

Höhe des Kirchenbeitrags 1934:
1 Zł. vom Morgen
80 Gr. vom Morgen von den weit entfernt wohnenden

Gehälter: 1933:
Pastor: 250 Zł. monatlich; etwa 100 Zł. Stolgebühren
Kantor: 25 Zł. monatlich
Küster: 10 Zł. monatlich

soziale Gliederung der Gemeinde:
Gutsbesitzer: 2
Ernst Schlösser, Brzeziny Kaliskie; 8000 Morgen Wald und Landbesitz
Julian Milke, Chojno; 360 Morgen
Landwirte: Rest

 

Quellen
Eduard Kneifel:

Die Kirchspiele der Diözese Kalisch
Die Pastoren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Stadt Kalisch

   
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